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- Christian Grams

Die Menschheit steuert auf ein globales Aussterbeereignis zu: Klimakrise

Quelle (1): IPCC (2021): Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change

Quelle (2): UN (2019): The Global Climate in 2015–2019

Quelle (3): WWF (2020): Living Planet Report 2020 Bending the curve of biodiversity loss

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen, denen sich die Menschheit in ihrer Geschichte stellen muss. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Der menschliche Einfluss auf das Klimasystem ist unbestreitbar und führt zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre, der Ozeane und des Landes. Diese Erwärmung hat bereits gravierende Folgen für die Ökosysteme, die biologische Vielfalt, die Lebensgrundlagen und die Gesundheit der Menschen.

Die Vereinten Nationen warnen, dass wir nur noch wenige Jahre Zeit haben, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise abzuwenden. Wenn wir nicht schnell und entschlossen handeln, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, werden wir eine gefährliche Schwelle überschreiten, die zu einem unumkehrbaren und katastrophalen Wandel des globalen Klimas führen wird. Dieser Wandel könnte das Aussterben von Millionen von Arten, den Anstieg des Meeresspiegels, die Zunahme von Extremwetterereignissen, die Verschärfung von Konflikten und Fluchtbewegungen und den Verlust von menschlichen Zivilisationen zur Folge haben.

Um es mal mit Daten und Grafik zu zeigen

Die folgende Grafik zeigt den gemessen Gehalt der Kohlendioxide (CO2) zu einer gegebenen Zeit auf der Erde. Es ist deutlich zu erkennen, wie die Temperaturen Kurve der Kurve für CO2 folgt. Es ist deutlich der Anstieg in der heutigen Zeit sichtbar. Steigt nun die Temperatur, wie zu erwarten ist, ebenfalls, dann können wir mit einem Anstieg von +16-24°C rechnen! Globale%20Temperaturen%20CO2

Kohlendioxid (CO2) ist ein wichtiges Treibhausgas, das einen großen Einfluss auf das Klima hat. Um zu verstehen, wie sich das Klima in der Vergangenheit verändert hat und wie es sich in der Zukunft verändern könnte, ist es notwendig, die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre zu kennen. Aber wie kann man das messen, wenn man keine direkten Messungen aus der Vergangenheit hat?

Eine Möglichkeit ist, die CO2-Konzentration in Luftblasen zu analysieren, die in Eisbohrkernen eingeschlossen sind. Eisbohrkerne sind lange Zylinder aus Eis, die aus Gletschern oder Eisschilden entnommen werden. Sie enthalten Informationen über das Klima und die Atmosphäre zu verschiedenen Zeiten, die bis zu mehreren Hunderttausend Jahren zurückreichen können. Die Luftblasen im Eis sind kleine Zeitkapseln, die die Zusammensetzung der Atmosphäre widerspiegeln, als das Eis gefroren ist.

Um die CO2-Konzentration in den Luftblasen zu bestimmen, muss man das Eis schmelzen und die Luft extrahieren. Dann kann man die Luft mit einem Gaschromatographen oder einem Massenspektrometer analysieren, um die Menge an CO2 und anderen Gasen zu messen. Diese Methode erlaubt es, die CO2-Konzentration mit einer Genauigkeit von etwa 1 ppm (parts per million) zu bestimmen.

Eine andere Möglichkeit ist, die CO2-Konzentration in marinen Sedimenten zu messen. Marine Sedimente sind Ablagerungen von organischem und anorganischem Material auf dem Meeresboden. Sie enthalten Mikrofossilien von Meeresorganismen, die Kohlenstoff aus dem Wasser aufnehmen und in ihre Schalen oder Skelette einbauen. Die Menge an Kohlenstoff in den Mikrofossilien hängt von der CO2-Konzentration im Wasser ab, die wiederum von der CO2-Konzentration in der Atmosphäre beeinflusst wird.

Um die CO2-Konzentration in den marinen Sedimenten zu bestimmen, muss man die Mikrofossilien aus den Sedimentproben isolieren und ihren Kohlenstoffgehalt mit einem Isotopenverhältnismassenspektrometer messen. Dieses Gerät misst das Verhältnis von zwei Kohlenstoffisotopen, 12C und 13C, die sich in ihrer Masse unterscheiden. Das Verhältnis von 12C zu 13C variiert je nach Quelle des Kohlenstoffs und spiegelt somit die CO2-Konzentration wider. Diese Methode erlaubt es, die CO2-Konzentration mit einer Genauigkeit von etwa 10 ppm zu bestimmen.

Diese beiden Methoden sind einige Beispiele dafür, wie Wissenschaftler die CO2-Konzentration aus der Vergangenheit rekonstruieren können. Sie helfen uns, ein besseres Verständnis für die natürlichen Schwankungen des Klimas und die Rolle des Menschen bei der Erwärmung des Planeten zu gewinnen.

Folgende Grafik zeigt anschaulich den Anstieg. Ist aber nicht sehr genau, denn wir wissen mittlerweile schon deutlich mehr. Globale%20Temperaturen%20mit%20CO2

Die nächste Grafik zeigt das aktuelle Außmaß: Globale%20Temperaturen

Wir haben bereits die +1.5°C Grenze überschritten! Nur mal zur Info, das ist ~15 Jahre früher als erwartet und das aktuelle Ziel der Regierungen bis 2030-2045 nicht zu überschreiten. Hat gut geklappt nicht wahr?

Der Globale Motor läuft heiß: Das Meer

Die Grafik zeigt die Globale Meers-Temperatur im Durchschnitt. Die gesamt Breite ist ein Jahr. Zu sehen ist deutlich das Jahr 2023 (Gelb/Orange Linie) die zwei drittel des Jahres die Temperature Rekorde bricht und in 2024 geht es noch höher hinaus. Globale%20Temperaturen%20meer

Nun darf nicht vergessen werden, das Ende 2023 und die nächsten ~4 Jahre der El Niño vorherrschend ist.

El Niño ist ein Phänomen, das alle paar Jahre im Pazifik auftritt und das globale Klima beeinflusst. Dabei erwärmt sich die Meeresoberfläche im östlichen und zentralen Pazifik stärker als normal, was zu Veränderungen in den Wind- und Niederschlagsmustern führt. Die Folgen können Dürren, Überschwemmungen, Hitzewellen oder Kälteeinbrüche in verschiedenen Teilen der Welt sein.

Die hohen Meerestemperaturen sind sowohl eine Ursache als auch eine Folge von El Niño. Einerseits begünstigen sie die Entstehung von El Niño, indem sie die Passatwinde abschwächen, die normalerweise das warme Oberflächenwasser nach Westen treiben. Andererseits verstärken sie El Niño, indem sie mehr Wasserdampf in die Atmosphäre abgeben, der die Erwärmung weiter anheizt.

Die genauen Mechanismen, die El Niño auslösen und beenden, sind noch nicht vollständig verstanden. Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Rolle spielen können, wie zum Beispiel die Sonnenaktivität, die Vulkanaktivität oder die Ozeanzirkulation. Auch der Klimawandel könnte einen Einfluss haben, indem er die Meere generell wärmer macht und die Häufigkeit oder Intensität von El Niño verändert.

El Niño hat nicht nur Auswirkungen auf das Wetter, sondern auch auf das Leben im Meer. Die Erwärmung des Wassers kann zu einem Rückgang des Sauerstoffgehalts und des Planktons führen, was wiederum die Nahrungskette und die Fischbestände beeinträchtigt. Außerdem kann El Niño zu Korallenbleichen führen, bei denen die Korallen ihre symbiotischen Algen verlieren und absterben.

So sehen die Auswirkungen von El Niño aus. Auffallend ist, das es im Pazifik Ozean vorherrschend ist. Es erklärt ein Teil der Wetter Phänomen, aber nicht in dem Ausmaß.
ElNinoLaNina

Was tut die Politik?

Die EU und Deutschland haben verschiedene Maßnahmen und Gesetze erlassen, um den Klimaschutz zu fördern und die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Einige Beispiele sind:

  • Das Europäische Klimagesetz, das die EU rechtlich verpflichtet, bis 2030 die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden .
  • Das Klimaschutzgesetz, das die Klimaschutzziele für Deutschland festlegt, unter anderem eine Reduzierung der Emissionen um 65 Prozent bis 2030 und um 88 Prozent bis 2040 im Vergleich zu 1990, sowie die Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2045.
  • Die Überarbeitung des Emissionshandelssystems (EHS) der EU, das einen Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen festlegt und Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien schafft.
  • Die Richtlinien über erneuerbare Energien und über die Energieeffizienz, die den Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch erhöhen und den Energieverbrauch senken sollen.
  • Die Verordnung über Landnutzung und Forstwirtschaft, die die Rolle der natürlichen Kohlenstoffspeicher wie Wälder und Moore stärkt.
  • Die Verordnung über CO₂-Emissionen für Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge, die die Emissionen dieser Fahrzeugkategorien verringern soll.

Das Problem?

Eigentlich offensichtlich: viel zu wenig, viel zu langsam und viel zu spät.

Die oben genannten Maßnahmen hatten das Ziel die +1.5°C Grenze zu halten, was aber nun schon erledigt ist. Immer noch haben Lobbyisten, Geldgierige und Egomanen die Politik fest im Griff. Seit 50+ Jahren wissen wir, dass unsere Industrie und Konsumverhalten schlecht ist für uns und unsere Erde. Wir haben nur diese eine Erde. Eine Kolonie auf einem anderen Planeten wird sicherlich noch 50 Jahre dauern

Die Aussicht?

In 50 Jahren ist der Temperatur anstiègt, der expontentiell voranschreitet jenseits der +40°C Marke. Dann ist sicherlich ein vollständige Kollapse der Ökosysteme der Erde schon passiert und falls die Menschheit noch lebt dann sicherlich nur tief unter der Erde.