Russisches Außenministerium Pressebriefing 18. Mai 2022

Quelle: mid.ru

Direkt vom Propaganda Ministerium:

Am 19. Mai wird der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, an der Sitzung der Außenminister der BRICS-Länder im Videokonferenzformat teilnehmen.

Es werden die Probleme der globalen und regionalen Tagesordnung, Aufrechterhaltung des Friedens und Sicherheit, Regelung der akuten internationalen Konflikte erörtert. Im Fokus der Aufmerksamkeit werden die Fragen der Koordinierung der Herangehensweisen der Fünf auf den wichtigsten multilateralen Plattformen, Intensivierung der gemeinsamen Arbeit im Kontext des Kampfes gegen neue Herausforderungen und Bedrohungen stehen.

Die Minister werden eine Übersicht der strategischen BRICS-Partnerschaft in drei wichtigsten Richtungen – politische, wirtschaftliche und humanitäre Richtung im Kontext der Vorbereitung auf den bevorstehenden XIV Gipfel der Vereinigung machen.

In Bezug auf die Initiative des chinesischen Vorsitzes im Außenministerrats wird es eine einzelne Sitzung im BRICS-Plus-Format unter Teilnahme der Leiter der diplomatischen Dienste einer Reihe Entwicklungsländer geben.

Zur Situation in der Ukraine

Es wird die militärische Sonderoperation fortgesetzt, die, wie die Führung Russlands mehrmals sagte, gemäß dem Plan läuft, jeden Tag werden neue Gebiete von Neonazis befreit.

In dieser Woche gingen in Mariupol ukrainische Militärs und Extremisten der nationalistischen Einheit „Asow“, die in unterirdischen Bunkern des Werks „Asowstal“ saßen, in Gefangenschaft. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums Russlands, lagen innerhalb von zwei Tagen 959 ukrainische Nationalisten, 51 davon mit schweren Verletzungen, Waffen nieder und gingen in Gefangenschaft. Ihnen wird medizinische Hilfe im Krankenhaus von Nowoasowsk in der Volksrepublik Donezk erwiesen, andere wurden im Untersuchungsgefängnis in Jelenowka bei Donezk unterbracht. Bemerkenswert ist, dass dieses Untersuchungsgefängnis am 17. Mai am Morgen von den Streitkräften der Ukraine aus einem Mehrfachraketenwerfer beschossen wurde. Das Kiewer Regime verhielt sich immer so zu seinen Staatsbürgern. Diese Geschichte ist keine Ausnahme.

Die russische Führung sagte mehrmals über die Sinnlosigkeit des Widerstandleistens, über die Öffnung humanitärer Korridore, über die die Extremisten und Vertreter der Streitkräfte der Ukraine das Werk Asowstal verlassen und Waffen niederlegen können. Sie wurden dazu aufgerufen, Kampfhandlungen einzustellen. Dabei machte das Kiewer Regime alles, damit Zivilisten, Militärs und Extremisten sich im Werk befinden und nicht rauskommen. Wozu? Es wurde die öffentliche Meinung bearbeitet.

Es war gerade die russische Seite, die die UNO dazu aufrief, sich dieser Geschichte anzuschließen, das Kiewer Regime zu beeinflussen, damit Menschen rauskommen können. Dann organisierte Russland zusammen mit der UNO und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreut humanitäre Korridore. Ich möchte hervorheben – die Initiative über die Öffnung der Korridore erfolgte gerade von unserer Seite.

Allen Verletzten wird qualifizierte medizinische Hilfe erwiesen. Das wird in den ukrainischen und internationalen Medien verzerrt dargestellt. Erinnern sie sich an die Aufnahmen, die rund um die Welt gingen – wie Extremisten und Vertreter der Streitkräfte der Ukraine sich zu Gefangenen in der Ukraine verhalten. Viele wurden schockiert, einige taten so, als ob sie das nicht bemerkten. Russische Kriegsgefangenen wurden von Extremisten der nationalistischen Einheiten, die Teil der Streitkräfte der Ukraine wurden, erschossen.

Russland hält sich an ein anderes Herangehen. Sie sehen Aufnahmen der Erweisung einer qualifizierten medizinischen Hilfe an Verletzte. Sie wird nicht demonstrativ, sondern an konkrete Personen unabhängig davon, welche Geschichte der Mensch hat, erwiesen. Die Normen des humanitären Rechts sind für uns nicht einfach aktuell, das sind Basisnormen. Niemand soll daran Zweifel haben.

Laut ukrainischen Kriegsgefangenen verbietet die Führung der Ukraine den Truppen, zurückzuziehen und in Gefangenschaft zu gehen. Ihre Hauptaufgabe – maximale Zerstörung der zivilen Infrastruktur, um nach sich Ruinen, die für ein Leben ungeeignet sind, zu lassen und die Wiederherstellung des friedlichen Lebens zu erschweren. Das ist nicht unsere Informationspolitik, sondern Angaben, die von der ukrainischen Seite in diesen Wochen erhalten wurden.

Nationalisten, die seit Langem die Taktik der ISIL-Terroristen übernommen haben, nutzen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser als Lager für Munition und Stützpunkte. Sie verheimlichen das nicht. Es werden Fotos vor dem Hintergrund und innerhalb der Kindergärten gemacht und gezeigt, wie sie aus diesen Stellen Kampfhandlungen führen. Der Zivilbevölkerung wird nicht ermöglicht, evakuiert zu werden, Menschen werden aus Wohnungen vertrieben, um dort Feuerstellungen zu stationieren, sie werden in Keller getrieben, wo Extremisten bzw. Waffenlager stationiert werden. Vor einigen Tagen begannen ukrainische Nationalisten mit Einfuhr der Munition und stationierten Flugabwehrmittel im Filmstudio von Odessa. Extremisten der Territorialen Verteidigungskräfte gehen durch Wohnhäuser, um Einwohner festzustellen, die die nationalistische Logik nicht akzeptieren. Sie werden in unbekannte Orte gebracht, über viele gibt es keine Informationen.

Zuvor hatte die Administration des Gebiets Saporoschje die Evakuierung der Einwohner unter dem Vorwand der Sicherheit verboten. Die Versuche der Staatsbürger, die Stadt mit privaten Autos oder zu Fuß zu verlassen, werden von Extremisten der Territorialen Verteidigung in Blockposten verhindert. Jene, die Widerstand leisten, konfrontieren mit der physischen Gewalt, Autos werden beschlagnahmt, Menschen werden zurück zu Fuß geschickt.

Am 16. Mai versetzten ukrainische Nationalisten aus dem Mehrfachraketenwerfer Smertsch einen Angriff gegen Wohnviertel von Cherson. In Cherson gibt es keine russischen Einheiten, wovon die ukrainische Seite gut Bescheid weiß. Das bedeutet, dass der Angriff bewusst gegen die friedliche Bevölkerung als Rache für die Unterstützung der Handlungen Russlands versetzt wurde. Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen des Kiewer Regimes. Zum Glück wurden von russischen Flugabwehrmitteln alle 10 Mehrfachraketengeschosse abgefangen.

Leider sehen wir keine Reaktion der internationalen Organisationen, der westlichen Länder und ihrer Mediengemeinschaft auf die verbrecherischen Methoden, die von den Streitkräften der Ukraine genutzt werden. Denn es gibt sie nicht. Zudem setzt der Westen massive Waffenlieferungen an das Kiewer Regime fort. Wir betrachten das als eine direkte Unterstützung von Neonazis und das Streben, die Kampfhandlungen in die Länge zu ziehen. Wir können auch nicht unberücksichtigt lassen, dass aus den westlichen Waffen russische Militärs getötet und das Territorium Russlands beschossen wird.

Die Waffenlieferungen werden auf Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Ausmaß ist mit Militäretats von großen Staaten vergleichbar. Am aktivsten sind an der Ausrüstung Kiews die USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Polen und Baltikum-Länder beteiligt. Alleine Washington schickte an Kiew Militärerzeugnisse im Wert von 3,8 Mrd. US-Dollar. Diese Summe ist fast so groß wie der Militäretat Österreichs, Portugals und Finnlands. Im US-Kongress wird die „Hilfe“ im Wert von weiteren 40 Mrd. US-Dollar, darunter rund 25 Mrd. für Militärerzeugnisse, erörtert. Das ist die Hälfte des Militäretats Deutschlands und Frankreichs. Ich würde die Staatsbürger der USA nicht nur auf die Vergleiche der Zahlen mit den Militäretats anderer Länder, sondern auch auf die Bedürfnisse des US-Volkes aufmerksam machen. Sie haben wohl Bereiche, wo sie dieses Geld ausgeben könnten. Wäre dieses Geld als Spenden, Hilfe für Dinge, die mit humanitärer Hilfe verbunden sind, gerichtet, hätte man das verstehen können. Doch das Geld wird dem Kiewer Regime für Töten bereitgestellt, um diese Phase der Krise fortzusetzen.

Immer mehr westliche Waffen, die die Streitkräfte der Ukraine lassen, werden zu Beutestücken der Volksmiliz der Volksrepubliken Donezk, Lugansk und der russischen Streitkräfte. Es handelt sich um Panzerabwehrkomplexe Javelin und NLAW, Flugabwehrkomplexe StarStreak und Stinger, Drohnen Bayraktar, Munition Switchblade, Systeme radioelektronischer Kampfführung Sky Net Longbow, Selbstfahrlafetten CAESAR und RZN 2000, gezogene Haubitzen M777.

Es sind weiterhin Erklärungen der offiziellen Personen der EU, USA und Großbritanniens darüber zu hören, dass der „Sieg auf dem Kampffeld errungen werden soll“, dass „Russland eine strategische Niederlage erleiden soll“, es „nicht zugelassen werden soll, dass es gewinne“. Das alles zusammen mit einer gegen unser Land faktisch eingeführten handelswirtschaftlichen Blockade und einem entfachten Hybrid-Krieg beweist nochmals, dass die Länder des Westens in der Ukraine einen Krieg gegen Russland führen, und die Ukraine selbst und ihre Staatsbürger für sie Verbrauchsmaterial sind. Wie unsere chinesischen Partner sagten - Kanonenfutter.

In seinem Informationskrieg greifen die Länder des Westens zu einer offenen Lüge. Es wird versucht, unserem Land die Schaffung eines globalen Mangels an Lebensmitteln vorzuwerfen. Wir haben das mehrmals kommentiert. Jedes Mal führen wir Fakten, Zahlen, Angaben an, die nicht widerlegt werden können. Auf der anderen Seite will auch niemand sie widerlegen. Die Lüge, die vom Westen verbreitet wird, wird nicht nach dem Prinzip der Möglichkeit ihrer Widerlegung aufgebaut. Es ist unmöglich, das zu kommentieren – so absurd sind die Thesen. Dabei wird daran vergessen, dass die Krisenerscheinungen auf dem globalen Lebensmittelmarkt mit den Fehlern in der makroökonomischen, Energie- und Agrar-Politik der Länder des Westens verbunden sind. Der Beitrag wurde auch durch die Covid-19-Pandemie geleistet. Noch Mitte 2020 warnte der Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen David Beasley vor der Entstehung des Hungers eines Bibel-Ausmaßes. Einseitige Sanktionen des Westens gegen Russland spitzten diese Tendenzen zu. Mit anderen Worten müssen Millionen Menschen wegen geopolitischer Ambitionen, Egoismus und Dummheit des „kollektiven Westens“ hungern.

Gleichzeitig beobachten wir das Streben der westlichen Kuratoren, aus der Ukraine alles auszuführen, was irgendwelchen Wert darstellen kann Das ist auch die Wiederholung der Geschichte vor acht Jahren. Hunderte LKWs mit Getreide überqueren die ukrainische Grenze in europäischer Richtung. Das Kiewer Regime nahm die tägliche massive Ausfuhr der Landwirtschaftserzeugnisse nach Europa mit Autos und Eisenbahnen sowie via den Hafen Ismail mit Lastschiffen über Donau nach Rumänien im Austausch gegen Waffen auf.

Denken sie daran, was vor sich geht. Vor dem Hintergrund der Erklärungen des „kollektiven Westens“ (dem das Kiewer Regime glauben soll) über den kommenden Hunger befreit sich die Führung dieses Landes von Lebensmitteln. Sie sind jetzt den Staatsbürgern der Ukraine notwendig. Da das Kiewer Regime es nicht vor hat, die Kampfhandlungen zu stoppen, brauchen die Streitkräfte der Ukraine sie auch nicht. Stattdessen werden Lebensmitteln ins Ausland geschickt. Wohin? In die Nato-Länder. Sie werden mit Waffen bezahlt, damit sie sich selbst töten. Das ist kein Nazismus. Damals konnte man so was nicht ausdenken. Das ist noch schrecklicher, auf der Ebene der besessenen Ideen, die mehr Menschenhass in sich haben, als Mitte des 20. Jh. gegen die Bevölkerung der Ukraine, Russlands, der Sowjetunion.

Es handelt sich um riesengroße Menge an Getreide, Mais, Ölpflanzen und Vieh. US-Präsident Joe Biden sagte am 10. Mai, dass Washington darüber nachdenkt, wie aus der Ukraine 20 Mio. Tonnen Getreide, angeblich zur Senkung der Preise auf den Weltmärkten ausgeführt werden können. Sie wissen, wie die USA und das Weiße Haus immer behutsam sich zu den Bedürfnissen der Hungernden in Afrika, Asien verhalten, wie sie darüber besorgt sind, dass alle in der Welt besser leben. Wir kennen den unglaublichen amerikanischen Pazifismus und das Streben, alle zu bereichern. Doch hier geht es nicht darum, sondern um die Ausplünderung vom Letzten, was die Ukraine, ihre Staatsbürger und Militärs haben. Was den Ukrainern übrig bleibt, das besorgt die USA nicht. Die Staatsbürger der Ukraine glaubten uns vor zehn, fünf Jahren nicht. Vielleicht sollte man sich besinnen? Verstehen, dass ihnen jetzt das Letzte weggenommen wird? Es werden Lebensmittel, Getreide - das Ergebnis ihrer Arbeit ausgeführt. Als wir in der Schule und im Institut studierten, wurde als Beispiel des höchsten Hasses der Faschisten und Nazis zu den Einwohnern der Sowjetunion der Fakt angeführt, dass sie fruchtbare ukrainische Grundstücke mit Eisenbahn ausführten. Jetzt ist die Logik noch schrecklicher – die Ergebnisse der Arbeit der Staatsbürger der Ukraine wegnehmen, während das Land in der Phase der Kampfhandlungen ist.

Unsererseits widmen wir große Aufmerksamkeit der humanitären Situation in den befreiten Gebieten, fördern die Wiederherstellung des friedlichen Lebens. Russische Militärs entminen die Städte und Grundstücke. An die Einwohner der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und mehrere Gebiete der Ukraine wurden bereits 20500 Tonnen Bedarfsgüter, Medikamente und medizinische Erzeugnisse geliefert.

Wir bedauern, dass die USA, Großbritannien und mehrere europäische Länder jene unterstützen und sponsern, die in der Ukraine die Ideen des aggressiven Nationalismus und Neonazismus unterstützen, Waffenlieferungen an das Kiewer Regime fortsetzen, das ukrainische Volk berauben. Doch diese Anstrengungen werden die Lage nicht ändern.

Wie die Führung Russlands mehrmals sagte, werden die Ziele der militärischen Sonderoperation zur Entnazifizierung und Demilitarisierung der Ukraine, Schutz der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und Beseitigung der Bedrohungen für Russland erreicht.

Zur Einbeziehung der Minderjährigen in die Tätigkeit der ukrainischen nationalistischen Einheiten

Mit der Vertreibung der nationalistischen Einheiten der Ukraine aus dem Donezbecken werden neue Fakten festgestellt, die die Einbeziehung der Kinder in die Tätigkeit dieser Menschenhassstrukturen ans Licht bringen. Wir sagten mehrmals, dass rechtsradikale Organisationen, die die Schutzherrschaft des Kiewer Regimes nutzten, sich systematisch mit der Verbreitung des Extremismus unter Minderjährigen befassen. Das alles wird zur Festigung der Ideen des kriegslustigen Nationalismus in der ukrainischen Gesellschaft gemacht.

Großangelegte Tätigkeit zur Anwerbung der Kinder wurde von Asow-Neonazis bereits 2015 aufgenommen, als auf Initiative des Anführers des Nationalen Korps, A. Bilezki so genannte Kinderlager des Jugendkorps organisiert wurden. 2015 wurden da Kinder im Alter von 9 bis 18 Jahren, seit 2016 bereits von 7 bis 18 Jahren aufgenommen.

2018 wurde im „Nationalen Korps“ der Jugend-Kampfflügel „Nationales Kommando“ gebildet. Es wurden hunderte junge Leute ab 14 Jahren aufgenommen. Ihnen wurden von Asow-Ausbildnern Gewaltmethoden der Kampfführung gegen die „Feinde der Ukraine“, darunter mit dem Einsatz der Schützenwaffen beigebracht.

Für die Bedürfnisse des „Jugendkorps“ werden Mittel aus dem ukrainischen Staatshaushalt bereitgestellt. Erinnert das nicht an etwas? 2019 bekamen Organisationen, die mit dem Nationalen Korps in Verbindung standen, 17.000 US-Dollar für Veranstaltungen für Kinder und Jugendlichen. Wir sehen das. Menschen mit Abzeichen „Asow“, mit nationalistischen, neonazistischen Symbolen – es ist klar, welche Werte den Jugendlichen beigebracht werden. Es funktionieren in verschiedenen Orten der Welt Trainingslager für Jugendliche „Asowez“, „Bukowinez“, „Dneprjanin“. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Heranziehung der Jugendlichen via Soziale Netzwerke und Messenger gewidmet.

Nach Augenzeugenangaben beschränkten sich die Neonazis aus „Asow“ nicht mit „Kinderlagern“ und erweiterten ihre Gruppierung via minderjährige Waisen. Eine Bestätigung dafür – die Situation mit dem Kinderheim „Piligrim“ in Mariupol. Im Laufe von acht Jahren seit 2014 „arbeiteten“ mit Kindern aus diesem Heim „Asow“-Vertreter, ihnen wurde die Kriegskunst, darunter Scharfschützen-Kunst beigebracht. Laut Medienangaben halfen 2014 Kinder aus Piligrim den Streitkräften der Ukraine, Schutzgraben bei Mariupol zu graben, und im Oktober 2014, Blockposten zu errichten. Nach Angaben der Einwohner Mariupols befand sich während der Ereignisse vom Februar bis April 2022 im Zentrum für Kinderrehabilitation „Republik Piligrim“ das Hauptquartier der Territorialen Verteidigung, wo die Extremisten aus Asow und anderen radikalen Gruppierungen stationiert waren. Es gibt Videobeweise, dass Jugendliche aus „Piligrim“ an Kampfhandlungen auf der Seite der Neonazis teilnahmen sowie Häuser der friedlichen Einwohner in Brand setzten.

“Das Kinderheim in Mariupol, das der neonazistischen Gruppierung Asow gehört, ist ein Prototyp davon, wie die Nazis die Ukraine machen wollten und wie sie unvermeidlich geworden wäre, hätte es keinen Beginn der Sonderoperation der Streitkräfte Russlands gegeben”, sagte der ehemalige (bis 2014) Berater des Verteidigungsministers der Ukraine, stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung des Innenministeriums im Gebiet Saporoschje, A. Seliwanow. Das ist die Meinung des Menschen, der in den Streitkräften der Ukraine diente.

Laut Seliwanow stellt „Piligrim“ das Bild der ganzen Ukraine dar. Ihm zufolge ist dieses Heim, wo Kinder in Extremisten verwandelt wurden, eine anschauliche Bestätigung dafür, dass man mit diesem ukrainischen Projekt etwas kardinal machen sollte.

Die angeführten Fakten sind ein anschaulicher Beweis der Verletzung der übernommenen Verpflichtungen gemäß dem Protokoll zur Kinderrechtskonvention, das die Teilnahme der Kinder an bewaffneten Konflikten betrifft, durch die Ukraine. Bei Ratifizierung dieses internationalen Vertrags im Jahr 2005 sagte die Ukraine, dass das Mindestalter für einen freiwilligen Beitritt (auf Vertragsbasis) in die nationalen Streitkräfte 19 Jahre ausmacht.

Wir rufen profilierte internationale Organisationen (UNO, OSZE) sowie den Sondergesandten des UN-Generalsekretärs für Frage der Kinder und bewaffnete Konflikte dazu auf, auf die Handlungen Kiews zur Einbeziehung der Kinder in die verbrecherische Tätigkeit der neonazistischen Organisationen und Verbreitung radikaler Ideen unter Minderjährigen aufmerksam zu werden.

Man soll nicht so tun, als ob diese Kinder im Februar 2022 mit dem Gefühl des Patriotismus auf Barrikaden gingen. Sie wurden seit vielen Jahren auf den Krieg vorbereitet. Und das wurde von Extremisten der nationalistischen Bataillone gemacht.

Zur Erklärung der Führung der westlichen Länder über Vorwürfe gegen Russland wegen Cyberangriffe auf Kommunikationsinfrastruktur der Ukraine

Im Westen werden weiterhin Versuche unternommen, für Russland den Ruf eines Cyberaggressoren zu festigen. Gerade in diesem Kontext betrachten wir die jüngsten Erklärungen vom 10. Mai dieses Jahres der Außenministerien der USA, Großbritanniens und ihrer Verbündeten mit Vorwürfen gegen unser Land wegen Cyberangriffe auf die Kommunikationsinfrastruktur der Ukraine im Februar dieses Jahres. Die Beweise werden natürlich nicht angeführt. Die Verantwortung für die Vorfälle wird mit „Highly-Likely“-Bemerkung gelegt.

In den westlichen Hauptstädten hält man sich für Leiter der Schicksale im Informationsraum. Es werden Vorwürfe ohne Ankopplung an Realität verbreitet. Anscheinend rechnet man damit, dass diese antirussische Provokation für sie ohne Folgen bleiben wird. Sie denken, dass alle Staaten diese Propaganda als eine ausreichende Grundlage wahrnehmen werden, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, die von der US-Administration willkürlich bestimmt werden. Nach der Ausschöpfung des Sanktionspotentials wird zu anderen Methoden gegriffen – Versprechen, jenen großzügig zu zahlen, die die Versionen, die von Washington aufgebracht werden, unterstützen werden.

Die Politik der Einschüchterung und Betrugs soll offensichtlich die Ohnmacht der Versuche der USA, eigene Vision der völkerrechtlichen Ordnung aufzudrängen, vertuschen, die eigenen Mängel mit der Gewährleistung des Schutzes der personenbezogenen Daten und Rechtes auf Privatleben, sowie die Unfähigkeit zu einer konstruktiven Zusammenarbeit der zuständigen Dienste zur Bekämpfung der rechtswidrigen Tätigkeit im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien verheimlichen. Damit soll man mit Hilfe der Unternehmen und mit Sicherheitsdiensten verbundenen Strukturen den Kurs auf das weitere digitale Diktat gegenüber der eigenen Bevölkerung und Staatsbürgern anderer Länder, Ausplünderung ihrer intellektuellen Ressourcen fortsetzen.

Zu den Insinuationen der EU über die „Verantwortung“ der Russischen Föderation für die Situation mit der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit in der Welt

Die EU hat zusammen mit den USA und ihren Gleichgesinnten eine Kampagne entfacht, wobei Russland das Provozieren einer globalen Lebensmittelkrise zur Last gelegt wird. Die Hauptthese – die Handlungen Moskaus in der Ukraine, darunter die „Blockierung“ von Export des ukrainischen Getreides aus Schwarzmeer-Häfen, führen angeblich zum Lebensmittelmangel und Hunger in den ärmsten Ländern. Wir erinnern uns daran, wie der „kollektive Westen“ an diese Staaten „denkt“. Sie denken, wie man aus gewöhnlichen Ländern ärmste (mit der Ausfuhr von Getreide zu ihrem Gunsten) macht und über die ärmsten Länder denkt man nie (oder erst am Ende).

Brüssel verwirrt auf der typischen Weise die internationale Gemeinschaft, indem man sich mit einer offenen Manipulierung realer Gründe der entstehenden Situation befasst. Die EU will das Thema der „Verantwortung“ Russlands für die Verschlechterung der Situation im Bereich globale Lebensmittelsicherheit nutzen, um Drittländer zur Unterstützung des antirussischen Kurses des Westens zu bewegen. Die Logik ist so – man kommt zu den Staaten, die eine neutrale, ausgewogene Position haben, und sagt, dass ein akuter Mangel an Lebensmitteln in der Region zu erkennen sei. Damit alles gut werde, sollte man eine antirussische Position einnehmen. Es wird gebeten, etwas zu unterzeichnen, irgendwo abzustimmen, eine Erklärung zu machen. Dann werden Lebensmitteln auftauchen. Ein Klassiker. Es wurde nichts Neues erfunden. Dabei greift Brüssel zu einer offenen Erpressung – Loyalität gegen Lebensmittel. Bislang ist es nicht zu einer groben Einmischung gekommen. Allerdings wird es ideologisch, politisch nicht ausgeschlossen. Die Länder werden vor einer Wahl gestellt. Das alles wird über Medien gemacht.

Dabei ist es gerade die EU, die keine realen Schritte unternahm, um die „Ukraine-Krise“ zu verhindern, und das Kiewer Regime weiter mit Waffen aufpumpt, die die Verantwortung für die jetzige Spannung auf dem globalen Lebensmittelmarkt trägt. Darin gibt es eine ganze Reihe von Zeichen.

Die EU hat unserem Land einen totalen handelswirtschaftlichen Krieg erklärt. Es ist klar, dass es Washington mit den Händen der EU unter Druck machte (was die USA offen sagen, wobei das als ihre Errungenschaft dargestellt wird). Der Fakt, dass Russland einer der globalen Anführer in Bezug auf die Lieferungen der grundlegenden Landwirtschaftserzeugnisse ist, für die eine Alternative kaum zu finden ist (Weizen, Gerste, Sonnenblume, Futterkulturen) sowie Mineraldüngemittel, entfällt ein bedeutender Teil unseres Exports auf die Länder mit niedrigen Einnahmen, die von einem Lebensmittelmangel betroffen werden können, das interessiert aber kaum die EU-Politiker, die über immer neue Sanktionen abstimmen. Sie denken daran nicht, weil niemand sie zur Verantwortung gezogen hat.

Die Verletzung der Handels-, logistischen und Finanzketten und als Folge ein starkes Wachstum der Lebensmittelpreise in der Welt ist ein direktes Ergebnis des sinnlosen Ausbaus der einseitigen antirussischen Beschränkungen und Drohungen der weiteren Stärkung des Sanktionsdrucks gegen Russland. Es wurde die Möglichkeit des Zahlungsverkehrs, der Flugverkehr mit EU-Ländern blockiert. Ist es nicht eine direkte Folge davon, was wir auf dem Lebensmittelmarkt sehen? So können nur Menschen sagen, die im Vakuum wohnen. Von Brüssel wurden präzedenzlose Beschränkungen für den Export der russischen Düngemittel sowie Restriktionen, die die größten russischen Hersteller und Exporteure von Düngemitteln treffen. Es wird gesagt, dass das Endziel aller Handlungen die Untergrabung der Wirtschaft Russlands, darunter der Agrarkomplex, der in den letzten Jahren sehr stark an Tempo gewonnen hat, ist. Über Folgen für Drittländer, die traditionell von Lieferungen unserer Waren abhängen, dachte in Brüssel in antirussischer Hysterie niemand mehr. Als man das sah, wurde sofort auf Russland hingewiesen. Das ist schon hinter der Grenze.

Indem man sich zynisch mit Ideen des Humanismus deckt, eilt Brüssel angeblich zur Hilfe. Das ist ihre Lieblingsbeschäftigung – ein Problem schaffen und dann darüber denken, wie man es lösen soll. Eine Frage – wer soll das machen? Der von der EU-Kommission vor einigen Tagen vorgelegte Aktionsplan „Solidaritätskorridore“ zur Förderung des Getreide-Exports aus der Ukraine kann kaum anders als Ablieferungspflicht bezeichnet werden. Es wurde de facto eine großangelegte Mobilmachung für die Ausfuhr des günstigen ukrainischen Getreides in die EU ausgerufen. Als die Ukraine (auf Initiative des Westens) über Holodomor sagte (wie man vor dem Hintergrund schlechter Ernte Getreide erntete) und das als Genozid des ukrainischen Volkes präsentierte, applaudierten die Westler, unterstützten sie und fanden neue Anlässe, um unserem Land nicht existierende Sünden zur Last zu legen. Jetzt erklärten sie selbst, dass „hungrige Zeiten“ kommen. Wozu wird dann das Letzte aus der Ukraine ausgeführt? Man kann nicht daran glauben, doch das ist Realität. Man kann das kaum anders als Ablieferungspflicht nennen.

Es handelt sich um die Schaffung der Verkehrskorridore für den ukrainischen Agrarexport in der EU und Drittländern, die eine Alternative für den Meeresweg, der wegen Kiew blockiert wurde, sind.

Es wurden bürokratische Formalitäten vereinfacht, eine operative Entsendung von zusätzlichen LKWs und Güterwaggons für den Transport von Getreide, Frachtkähnen, Verlegung der mobilen Komplexe für Getreidefrachten, Aufnahme in den Eisenbahn-Verkehrsplan einzelner Slots für Züge mit ukrainischem Getreide aufgenommen, für ein Jahr wurden Zölle für ukrainischen Export aufgehoben. Nimm das! Nehme das Letzte aus der Ukraine! Eine unglaubliche Geschichte.

Eine massive Ausfuhr von Lebensmitteln aus der Ukraine wurde in Brüssel zu seiner „fundamentalen geostrategischen Aufgabe“ ausgerufen. Die EU will das umsetzen trotz der von internationalen Experten prognostizierten bedeutenden Senkung der Ernte in der Ukraine in diesem Jahr. Es werden Probleme prognostiziert und trotzdem das Letzte genommen.

Brüssel behauptet dabei, dass seine Handlungen vor allem vom Wunsch bestimmt sind, die Welt von Russland zu schützen, das angeblich die selbst verursachte Situation mit globaler Lebensmittelsicherheit im eigenen Interesse nutzen, den Anteil der Ukraine auf dem globalen Markt nutzen und zusätzliche geopolitische Vorteile bei Konfrontation mit dem Westen via Lieferungen an die am stärksten betroffenen armen Länder bekommen will. Das ist doch Wahnsinn. Wir können die EU-Nachbarn beruhigen – das sind nicht unsere, sondern Ihre Methoden.

Ein starkes Wachstum der Preise für Getreide, Futterkulturen, Düngemittel, geschweige denn Energieträger, Nichtrentabilität der Landwirtschaft und Fischerei waren der Gegenstand ernsthafter Besorgnisse der EU-Mitgliedsstaaten bereits vor der jetzigen Krise. Lesen sie selbst ihre Reden, Berichte, sehen sie TV-Sendungen. Ende März wurde auf einem weiteren EU-Gipfel der Beschluss über die Notwendigkeit, die Zugänglichkeit der Lebensmittel in EU-Ländern zu garantieren. Nach einigen Wochen brachte die EU-Kommission eine detailliert durchgearbeitete Initiative zur Ausfuhr von 20 Mio. Getreide aus der Ukraine in der nächsten Zeit auf, das ist die Menge, die die Lebensmittelsicherheit der Ukraine selbst untergraben kann. Allerdings richtet sich Brüssel nach dem Prinzip – „je schlimmer für die Ukrainer, desto besser für den Westen“.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, Provokationen des Westens nicht zu folgen, Realität zu sehen, von den Fakten auszugehen, zu verstehen, dass er die Schwierigkeiten mit der Gewährleistung der globalen Lebensmittelsicherheit zur Durchsetzung der eigenen gemeinnützigen politischen Interessen nutzen will. So war es historisch. Die These des „kollektiven Westens“: uns wird etwas vorgeworfen und gesagt, dass wir das machen konnten, weil wir „es immer machten“. Es wird das Wort „immer“ gesagt, werden aber keine Beispiele angeführt. Über die Beweisbasis wurde nie gesprochen. So, wie es mit der Ausplünderung der Ukraine im Bereich Lebensmittel steht, ging der Westen auch früher mit anderen Ländern vor (Kolonialherren, die Ausfuhr der notwendigen Dinge). Dieselben Methoden werden heute eingesetzt.

Zur militärbiologischen Tätigkeit in der Ukraine

Die Russische Föderation bekam Materialien, die von der Ausübung der militärbiologischen Tätigkeit in Biolaboren in der Ukraine mit Unterstützung der Defense Threat Reduction Agency, DTRA und damit verbundenen Unternehmen „Black and Veatch“ und „CH2M Hill“ als Verletzung der Artikel I und IV der Biowaffenkonvention zeugen.

Die Erforschung von gefährlichen und hoch gefährlichen Pathogenen erfolgte im Interesse des National Center for Medical Intelligence. Die Hauptrolle bei der Umsetzung solcher Programme spielte das Zentrale Labor mit dem Bioschutzniveau BSL-3 auf Basis des Wissenschafts- und Forschungs-Anti-Pest-Instituts namens I. Metschnikow in Odessa.

An der Umsetzung der Programme beteiligten sich aktiv auch andere profilierte Forschungszentren:

– Staatliches Wissenschafts- und Forschungsinstitut für Labordiagnostik und veterinärsanitäre Expertise, Institut für Tiermedizin der Akademie der Agrarwissenschaften und Zentrale sanitär-epidemiologische Stelle des Gesundheitsministeriums der Ukraine in Kiew;

Wissenschafts- und Forschungsinstitut für Epidemiologie und Hygiene des Gesundheitsministeriums der Ukraine, Staatliches Labor der Tiermedizin und Gebietszentrum für Kontrolle und Vorbeugung der Krankheiten des Gesundheitsministeriums der Ukraine in Ljwow, Staatliches Regionallabor für Tiermedizin in Dnjepr, Gebietszentrum für Kontrolle und Vorbeugung der Krankheiten in Cherson; – Labor der sanitär-epidemiologischen Station in Ternopol;

– Transkarpatien-Laborzentrum des Gesundheitsministeriums der Ukraine in Uschgorod;

– Regionales Laborzentrum des Gesundheitsministeriums der Ukraine in Winnizy;

– Nationales Wissenschaftszentrum „Institut für experimentelle und klinische Tiermedizin“ in Charkow.

30 ukrainische Labore, die in 14 Ortschaften liegen, wurden in eine großangelegte militärbiologische Tätigkeit in der Ukraine einbezogen. Die Registerkarte eines entsprechenden Programms wurde vom stellvertretenden Staatssekretär des Ministerkabinetts der Ukraine, W. Polischtschuk, unterzeichnet. Die rechtliche Grundlage war das Abkommen zwischen dem Pentagon und dem Gesundheitsministerium der Ukraine über Zusammenarbeit zur Verhinderung der Ausbreitung von Technologien, Pathogene und Angaben, die zur Entwicklung von Biowaffe genutzt werden können. In der Karte stehen der Auftraggeber der Arbeiten – Defense Threat Reduction Agency, DTRA, und die Liste der Bioobjekte.

Die an den Arbeiten mit gefährlichen Pathogenen in der Ukraine beteiligten Mitarbeiter waren Staatsbürger der USA und hatten diplomatische Immunität. Darunter gab es Biowaffen-Experten, die Kontakte mit ukrainischen Spezialisten, die zuvor an der Umsetzung sowjetischer militärbiologischer Programme beteiligt waren, aufstellten. So zeugt der Verlauf des Projekts UP-8 zur Erforschung des Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fiebers, Hantaviren zeigt, dass alle ernsthaften Studien mit hoher Gefahr unter unmittelbarer Leitung der Fachkräfte aus den USA erfolgten.

Die erhaltenen Dokumente lassen behaupten, dass ukrainische Biolabore (darunter Einheiten der Zentralen sanitärepidemiologischen Verwaltung des Verteidigungsministeriums der Ukraine) eine Tätigkeit ausübten, die auf die Stärkung der pathogenen Eigenschaften der Erzeuger von Pest, Milzbrand, Tularämie, Cholera und anderen tödlichen Krankheiten mit der Nutzung der Methoden der synthetischen Biologie gerichtet sind.

Die öffentlich gezeigten Anweisungen des Gesundheitsministeriums der Ukraine vom 24. Februar dieses Jahres zur umgehenden Beseitigung der in Bioobjekte gelagerten Vorräte von gefährlichen und hoch gefährlichen Pathogene zeugen von den Versuchen des Kiewer Regimes, die Spuren solcher Tätigkeit zu verheimlichen. Die Analyse der Akten der Vernichtung bestätigt die Durchführung der Arbeiten mit Pest, Milzbrand, Leptospirose, und Bruсellose. Alleine im Labor in Ljwow wurden 232 Behälter mit Erzeugern von Leptospirose, 30 mit Tularämie, 10 mit Bruсellose, 5 mit Pest vernichtet. Die Palette und überflüssige Anzahl von Pathogenen zeugt von den Arbeiten, die im Rahmen der militärbiologischen Programme als Verletzung des Artikels I der Biowaffenkonvention erfolgen. Es wurden Angaben über die Arbeit von zwei Biolaboren in Mariupol mit Pentagon erhalten. Eine vorläufige Analyse der erhaltenen Dokumente zeugt von der Nutzung von Mariupol als ein Regionalzentrum für Sammeln und Identifizierung des Cholera-Erzeugers. Die gewählten Stämme wurden in das Zentrum für öffentliche Gesundheit in Kiew geschickt, das Funktionen zur weiteren Entsendung von Biomaterialien in die USA übernahm. Diese Tätigkeit erfolgte seit 2014, was mit den Akten der Übergabe der Stämme bestätigt wird. Warum seit 2014? Weil sich der verfassungswidrige Staatsstreich ereignete, der die Selbstständigkeit der Ukraine bei der Kontrolle und Analyse der entsprechenden Tätigkeit vollständig vernichtete. Dort kamen die Staatsbürger der USA, Kanadas und anderer Nato-Länder, um grundlegende Richtungen der Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, der Bereiche, die mit Verteidigung, militärischer und strategischer Tätigkeit verbunden sind, zu leiten.

Im sanitärepidemiologischen Labor wurde ein Akt der Vernichtung der Kollektion der pathogenen Mikroorganismen vom 25. Februar 2022, laut dem dort Arbeiten mit Erzeugern von Cholera, Tularämie, Milzbrand erfolgten.

Ein Teil der Kollektion des Tierlabors wurde eilig vernichtet. Erstaunen lösen auch die Präsenz der Erzeuger der für Tiermedizin untypischen Krankheiten – Bauchtyphus, Paratyphus, Gasgangrän. Das kann von der Teilnahme des Labors am militärbiologischen Programm zeugen.

Es gibt Gründe zu behaupten, dass zu den wichtigsten Richtungen der Tätigkeit der DTRA in der Ukraine das Sammeln und Ausfuhr in die USA von Stämmen gefährlicher Mikroorganismen sowie Wissenschafts- und Forschungsarbeiten zur Erforschung potentieller Agenten der Biowaffe, die für diese Region spezifisch sind, die Naturherde haben und mit denen Mensch infiziert werden kann. Für Sammeln und Erforschung des Biomaterials der einheimischen Bevölkerung, vor allem in den östlichen Regionen des Landes, wurden 2020 in Donezbecken zwei mobile Labore geschickt. Hier war der Partner der DTRA das Unternehmen Black and Veatch.

Mit Unterstützung der DTRA wurde auf Basis der Labore Kiews, Charkows und Odessas in der Ukraine bis 2020 das Projekt UP-4 zur Erforschung der Möglichkeit der Verbreitung von hochgefährlichen Infektionen (hochpathogene Grippe A H5N1 mit Todesrate bei Menschen bis zu 50 Prozent sowie „Newcastle“-Krankheit der Vögel) via wilde Vögel, die zwischen der Ukraine, Russland und anderen Ländern Osteuropas migrieren.

Laut erhaltenen Dokumenten plante die US-Seite in diesem Jahr in der Ukraine Arbeiten mit Pathogenen der Vögel, Fledermäuse und Reptilien mit einem weiteren Übergang zur Erforschung der Übertragung durch sie der afrikanischen Pest der Schweine und Milzbrand (Projekte P-781, UP-2, UP-9, UP-10). Studien in dieser Richtung waren systematisch und fanden mindestens seit 2009 unter unmittelbarer Kontrolle von Fachkräften aus den USA auch im Rahmen der Projekte P-382, P-444 und P-568. Einer der Kuratoren dieser Tätigkeit war die Chefin des Büros DTRA bei der US-Botschaft in Kiew.

Zu den Aufgaben des Projekts UP-2 gehörte die Feststellung der Gräber der gestorbenen Tiere und Sammeln der Bodenproben aus Keibengruben mit Milzbrand. Angesichts der Tatsache, dass die epidemiologische Situation mit Milzbrand in der Ukraine günstig war, stellt sich die Frage über die wahren Ziele der Studien Pentagons. Ich würde die wahren „Kenner“ der Geografie in der Nato (wir sahen hervorragende Menschen, die meinen, dass die Ostsee und das Schwarze Meer – ein einheitlicher See ist) daran erinnern, dass die USA keine Grenze mit der Ukraine haben. Man will sie finden, aber es gibt sie nicht. Diese Tätigkeit mit dem Wunsch Pentagons zu erklären, sein Land sicherzustellen, das wird nicht klappen. Zur Frage, was Pentagon überhaupt in ukrainischen Biolaboren machte. Nicht zufällig ist auch das Interesse der US-Biologen an der Erforschung der Insekten in Keibengruben – während des Ausbruchs von Milzbrand 2016 wurden in Russland Fälle der Übertragung von Erkrankungen via Flieger und Bremsen fixiert.

Darüber hinaus wurden am 9. März dieses Jahres im Gebiet Cherson von den Streitkräften der Russischen Föderation drei Drohnen, die mit 30-Liter-Behältern und Anlagen für Zerstreuung ausgestattet. Ende April wurden weitere zehn solche Drohnen nahe Kachowka entdeckt. Dabei zeigte die russische Seite zuvor Dokumente, die von den Versuchen der Ukraine zeugen, beim Drohnenhersteller Bayraktar die mit Zerstreuungsanlagen ausgestatteten Drohnen zu bekommen.

An den Studien im Rahmen des Projekts UP-8 waren mehr als 4000 Menschen beteiligt. Nach Angaben aus bulgarischen Medien kamen während der Experimente alleine im Labor Charkows rund 20 ukrainische Soldaten um, weitere 200 Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Dabei sind solche Arbeiten in den USA verboten, deswegen werden sie außerhalb des Landes durchgeführt. Wo? Dort, wo es vielleicht kein Gesetz gibt – wo es keine Personen gibt, die dieses Gesetz umsetzen und einhalten werden. Das ist die Ukraine.

Es wurden Fakten der Tests von potentiell gefährlichen biologischen Medikamenten an einer am wenigsten geschützten Kategorie der Menschen festgestellt – Patienten des Psychiatrie-Krankenhauses Nr.3 in Charkow. Es wurden Angaben erhalten, die die Details der unmenschlichen Experimente Pentagons an Staatsbürgern der Ukraine im Psychiatrie-Krankenhaus Nr. 1 (Dorf Streletschje des Gebiets Charkow) ans Licht bringen.

Die Ergebnisse der Arbeiten zu Forschungsprojekten, die mit der Erforschung und Verbreitung von gefährlichen tödlichen Krankheiten (Cholera, Milzbrand, Pocken, Botulinustoxine) verbunden waren, wurden in militärbiologische Zentren der USA geschickt. Dazu gehören U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases, Walter Reed Army Institute of Research, Walter Reed Army Institute of Research, Naval Medical Research, US Army Biological Warfare Laboratories, die zuvor wichtigste Objekte des US-Programms zur Entwicklung der Biowaffen waren. Dabei war die Hauptaufgabe der US-Virologen die Durchführung einer Analyse der erhaltenen Muster zur Feststellung der Genmodifizierung der Erzeugung und Einschätzung ihrer Virulenz, Pathogenität, Resistenz zu Medikamenten,

Bemerkenswert ist, dass in die USA sowie Großbritannien und Deutschland rund 2000 Muster von Blutserum der Staatsbürger der Ukraine vorwiegend slawischer Ethnien geschickt wurden. Nach Deutschland wurden mehr als 140 Behälter mit Ektoparasiten der Fledermäuse – Flöhen und Milben, übergeben.

Die Finanzierung der Programme erfolgte sowohl unmittelbar seitens DTRA im Rahmen des vom Pentagon initiierten Projekts zur Bekämpfung der Bedrohungen hoch gefährlicher Pathogene in der Ukraine bis 2024 (größter Auftragsempfänger – US-Firma CH2M Hill), als auch via Möglichkeiten des ukrainischen wissenschaftstechnologischen Zentrums „Science and Technology Center in Ukraine“. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren für die Umsetzung der Bioprojekte mehr als 1,5 Mrd. Dollar bereitgestellt. An der Finanzierung der angegebenen Tätigkeit ist unter anderem der Investmentfonds Rosemont Seneca, der über Finanzressourcen im Wert von mindestens 2,4 Mrd. Dollar verfügt, beteiligt. Dabei ist eine enge Verbindung mit den größten Auftragsempfängern des Pentagons, darunter Firma Metabiota, die neben Black and Veatch, der größte Lieferant der Ausstattung für Biolabore Pentagons in der ganzen Welt ist.

Nach vorhandenen Angaben informierte die DTRA Anfang März die Pentagon-Führung, dass die Objekte der US-amerikanischen biologischen Forschungsprogramme in der Ukraine eine besondere Gefahrquelle für die Länder Europas seien, wenn man die Gefechte auf dem ukrainischen Territorium bedenkt.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass die Erforschung von gefährlichen bzw. besonders gefährlichen Krankheitserregern in der Ukraine im Interesse der US-Militärbehörde im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ukrainischer nationalistischer Gruppierungen stand. Im Falle einer militärischen Niederlage könnten diese Stoffe von den Nationalisten zwecks Umsetzung der „Taktik der verbrannten Erde“ eingesetzt werden.

Darüber hinaus wurden im Laufe der militärischen Sonderoperation Informationen herausgefunden, die von absichtlicher Verwendung eines gegen viele Medikamente standfesten Tuberkuloseerregers zwecks Vergiftung der Einwohner (insbesondere Minderjähriger) des Kreises Slawjanoserbsk (Volksrepublik Lugansk) im Jahr 2020 zeugten, und zwar durch Verbreitung von Flugblättern in Form von gefälschten Geldscheinen. Laut den entsprechenden Gutachten des Lugansker republikanischen Gesundheitsamtes „wurden die Scheine höchstwahrscheinlich künstlich vergiftet, denn der Stoff äußerst gefährliche Stämme des Erregers in einer Konzentration enthält, die eine Ansteckung mit Tuberkulose und die weitere Entwicklung des Krankheitsprozesses verursachen kann…“ In dem Gutachten verwies der Chefarzt der Lugansker republikanischen Tuberkulose-Fürsorgestelle darüber hinaus darauf, dass „alle Merkmale einer absichtlichen künstlichen Vergiftung der Flugblätter mit einem hochpathogenen Biostoff vorhanden sind“. Wissen Sie, worauf jetzt ukrainische Staatsbürger, die in die EU-Länder ziehen, geprüft werden? Auf Tuberkulose. Warum? Weil man dort weiß, womit sich die Nato-Strukturen dort beschäftigten.

Die DTRA rief die Pentagon-Führung zu zusätzlichen Maßnahmen zwecks Verfolgung der epidemiologischen Situation in der Ukraine und den an sie grenzenden Ländern Europas auf. Sollten dort Ausbrüche von gefährlichen Infektionskrankheiten registriert werden, wurde empfohlen, unverzüglich den russischen Streitkräften „Schläge gegen medizinische und Forschungseinrichtungen“ vorzuwerfen oder diese Krankheitsausbrüche auf das Vorgehen von „russischen Diversionsgruppen“ zurückzuführen. Zu diesem Zweck wurden bereits entsprechende Kooperationskanäle mit Partnern des Pentagons in Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei eingerichtet.

Laut vorhandenen Informationen verlangte die DTRA vom Verteidigungsministerium und vom Gesundheitsministerium der Ukraine, die Vernichtung aller dort gebliebenen Stoffe zu garantieren, die Gegenstände der Forschungen waren. Die Einwohner der Ukraine, die sich jetzt auf dem EU-Territorium aufhalten, von denen viele an Tuberkulose erkrankt sind, sind keine Opfer von Luftschlägen gegen die Forschungszentren auf dem ukrainischen Territorium, die vom Pentagon betreut wurden. Denn sie wurden keinen Angriffen ausgesetzt. Sie sind einfach Träger. Denn diese Aktivitäten der USA erfolgten auf dem Territorium des Landes, wo sie lebten. Vertreter der Agentur fürchteten, dass wenn die Informationen über die Ergebnisse der Experimente in die Hände der russischen Seite geraten würden, würde die Weltgemeinschaft sie als Verletzung der Biowaffenkonvention durch die USA deuten. Ein großer Teil von Unterlagen wurde aus den Laboren in Kiew, Odessa und Charkow ins Forschungsinstitut für Epidemiologie und Hygiene und in die diplomatischen Einrichtungen der USA in Lwow evakuiert.

Die von Russland entdeckten Materialien lassen eindeutig schlussfolgern, dass in den Biolaboren auf dem Territorium der Ukraine, in unmittelbarer Nähe von Russland, Biowaffen entwickelt wurden, und zwar unter Mitwirkung von privaten US-amerikanischen Unternehmen, die mit der US-Militärbehörde verbunden sind. Die Vernichtung von besonders gefährlichen Krankheitserregern wurde dringend nötig, um Fakten der Verletzung der Artikel I und IV der Biowaffenkonvention zu vertuschen. Es wurde damit bestätigt, dass die von Russland häufiger zum Ausdruck gebrachten Einwände gegen die militärischen Bioaktivitäten der USA und ihrer Verbündeten im postsowjetischen Raum im Kontext der Einhaltung der Biowaffenkonvention begründet gewesen waren.

Wir bemühen uns darum, die Mechanismen der Artikel V und VI der Biowaffenkonvention einzusetzen, denen zufolge die Mitgliedsstaaten sich bei der Lösung von jedweden Fragen im Kontext der Ziele der Konvention bzw. im Kontext der Einhaltung ihrer Bestimmungen beraten sowie bei der Ermittlung von möglichen Verletzungen der Biowaffenkonvention sollten.

Aus Antworten auf Fragen:

Frage: Vertreter der USA, der EU und der UNO brachten die Absicht zum Ausdruck, die Ausfuhr der ukrainischen Getreide zu fördern. Wurden solche Initiativen mit Russland besprochen?

Antwort: Der drastische Preisanstieg für Getreide, Futterkulturen, Düngemittel geschweige denn für Energieträger, die mangelhafte Rentabilität der Landwirtschaft und des Fischfangs waren noch vor der aktuellen Krise der Gegenstand von großen Besorgnissen der EU-Mitgliedsstaaten gewesen. Ende März wurde bei einem EU-Gipfel beschlossen, dass es unter den aktuellen Bedingungen nötig wäre, die Zugänglichkeit von Lebensmitteln in den EU-Ländern zu garantieren. Einige Wochen später trat die EU-Kommission mit einer ausführlichen Initiative auf (ich habe sie heute bewertet).

Wir rufen die Weltgemeinschaft auf, sich nicht provozieren zu lassen. Ich habe keine Informationen, dass die von mir erwähnten Initiativen mit uns irgendwie besprochen worden wären.

Frage: Wie wird das russische Außenministerium auf den Aufruf des litauischen Außenministers zum „Regimewechsel“ in Russland antworten?

Antwort: Das ist ein Versuch zur Einmischung in Russlands innere Angelegenheiten und die Absicht zur endgültigen Zerstörung der bilateralen Beziehungen. Und ein Versuch, den eigenen Schutzherren in Übersee zu gefallen.

Herr Landsbergis, der in einem Staat lebt, wo die wichtigsten Menschenrechte und -freiheiten verletzt werden, hat offensichtlich vergessen, dass in Russland der Präsident vom Volk gewählt wird. Mit seiner eigenen Meinung und mit der Position seines Landes hat das nichts zu tun. Das ist nicht seine Angelegenheit. Aber der pathologische Hass zu unserem Land verdeckt seine Augen und lässt ihn „den Rest der Vernunft“ verlieren, so dass er offensichtliche Dinge nicht sehen kann. Das ist gerade, was man „Russophobie“ nennt.

Lassen Sie uns gucken, wer diese Personen sind, die solche Erklärungen machen. Denn wir kommentieren ja immer nur Erklärungen. Wer macht sie? Das sind Personen, durch deren Blutadern der Russlandhass fließt. Er pflanzt sich quasi fort – als ein besonderes „Gut“ oder möglicherweise als eine genetische Besonderheit.

Ich könnte viele Dinge über das „Landsbergis-Regime“ erzählen – das ist ja eine ganze Dynastie. Hier sind einige Fakten, die sich in offenen Quellen finden lassen. Sie werden verstehen, um wen es sich handelt. Alle Angaben lassen sich in offenen Quellen finden. Es gibt sie auch in Archiven.

Erwähnenswert ist beispielsweise der Urgroßvater des litauischen Außenministers - Vytautas Landsbergis-Žemkalnis, der 1941 Minister für Kommunalwirtschaft in der Regierung Ambrazevičius-Brazaitis‘ wurde, die mit den Nazis kollaborierte, und sich unmittelbar am Bau von Konzentrationslagern in ganz Litauen, insbesondere in Kaunas, beteiligte. Das ist der Urgroßvater dieses „Landsbergis-Regimes“. Ausgerechnet dort ereignete sich am 29. Oktober 1941 eine schreckliche Gräueltat der Nazis: Im neunten Fort wurden 9200 Juden, darunter 4273 Kinder, erschossen.

Landsbergis-Žemkalnis kooperierte auch mit der Gestapo und flüchtete nach dem Krieg nach Australien, das jetzt ebenfalls den Neonazismus in der Ukraine übersieht, aber alle möglichen Sanktionen gegen russische Staatsbürger verhängt hat. Allerdings durfte er 1959 in die Litauische Sowjetrepublik zurückkehren, nachdem er den sowjetischen Sicherheitsbehörden Informationen über andere geflüchtete Nazis überlassen hatte. Der familiären Tradition der Anpassung an Wechsel politischer Positionen folgte auch der Großvater des litauischen Außenministers, der Professor der Philharmonie von Vilnius, Vytautas Landsbergis, der mit den sowjetischen Geheimdiensten aktiv kooperierte und unter deren Mitwirkung die Führung in der Bewegung litauischer Intellektueller („Sajudis“) übernahm, die die „Perestroika“ unterstützte. Daraus wurde auf Initiative Landsbergis‘ eine separatistische Bewegung, die den Austritt Litauens aus der Sowjetunion förderte. Und noch etwas, was diese Familie angeht: Vytautas Petkevičius, der neben Landsbergis Mitglied der „Sajudis“-Initiativgruppe war, erinnerte sich in einem Buch an diese „graue Eminenz“ der litauischen Politik: „Seit den ersten Tagen bemühte sich Landsbergis darum, diese Organisation in eine Partei zu verwandeln, die ihm treu wäre, Mitgliedschaft, Mitgliedsausweise und Mitgliedsbeiträge einzuführen. Dabei ging er offensichtlich von den Kenntnissen über beste totalitäre Praktika. Dann begann er, das ‚Sajudis‘-Geld mit seinem eigenen Geld zu ‚verwechseln‘. Das guckte er offenbar bei liberalen Wirtschaften ab. Noch später verwandelten sich die Spenden der Landsleute in die persönliche Kasse dieses Herrn, in die Quelle für die Gehälter seiner Anhänger, für Belohnungen für Teilnahme an Kundgebungen und für Finanzierung verschiedener Auslandsreisen. In derselben Tasche verschwand eine Million, die Kanadier für litauische Waisenkinder gesammelt hatten; dort verschwanden auch die Spenden von Norwegern für das litauische Volk. Und schon wieder fand Landsbergis eine Ausrede, indem er behauptete, er hätte die Stiftung in seinem eigenen Namen gegründet.“

Die Autokratie sieht sehr bescheiden aus im Vergleich zu den Demokratien in den Baltischen Ländern und zu deren Vertretern. Wissen Sie, wie es den Vertretern der Baltischen Länder nicht gefällt, wenn man etwas aus ihren Biografien bzw. aus den Biografien ihrer Verwandten zitiert, die ihre Fortschritte im Staatsdienst unmittelbar beeinflusst hatten? Aber warum sind Sie denn so schüchtern? Das sind doch Fakten aus Ihren Biografien! Das ist doch etwas, worauf Sie so stolz sind! Wir haben nichts erfunden? Das sind alles Fakten und Zitate! Und Sie haben nichts davon dementiert! Also bitteschön – hier sind sie!

Frage: Wie können Sie den jüngsten Beschluss der ukrainischen Behörden zur Nationalisierung des Eigentums der russischen Banken VEB und Sberbank kommentieren?

Antwort: Die Normen und Prinzipien des Völkerrechts und der ukrainischen Verfassung sind für das Kiewer Regime schon längst nichts wert, egal ob es dabei um Ausländer oder um ihre eigenen Mitbürger geht. Also war der Beschluss der Obersten Rada der Ukraine vom 12. Mai, den Erlass Präsident Selenskis zur so genannten „zwangsläufigen Beschlagnahme“ des russischen Eigentums auf dem Territorium des Landes zuzustimmen (im Grunde um die freche Entendung der ukrainischen Aktiva der Tochterorganisationen der Sberbank Russlands und der Staatskorporation für Entwicklung Russlands VEB.RF für insgesamt 860 Millionen Dollar) gar nicht überraschend. Das ist Teil dieser Logik. Und dabei lässt man sich in Kiew von der Tatsache nicht stören, dass die zu beschlagnehmenden Tochterbanken auch über Geldmittel ukrainischer Bürger und juristischer Personen verfügen, die von den Behörden einfach ausgeraubt werden.

Das ist eine verfassungswidrige Ausschreitung des Kiewer Regimes, die die schlimmsten Aktionen Washingtons, Brüssels und Londons dieser Art nachahmt. Man kann das nennen, wie man will, aber in Wahrheit ist das eine ganz banale Ausraubung.

Frage: Ein 18-jähriger Neonazist, der in den USA auf eine Menschenmenge schoss, trug Symbole des „Asow“-Bataillons. Können Sie diese „Koinzidenz“ kommentieren?

Antwort: Das ist gar nicht der erste solche Massenmord, der sich auf solchen Hass zurückführen lässt. Natürlich muss das ausführlich ermittelt werden; unter anderem muss noch bestätigt werden, dass der Mörder Nazi-Symbole (die „schwarze Sonne“) trug. Wir haben diese Bilder gesehen. Wir gehen davon aus, dass der Fall noch ermittelt werden muss. Das ist wichtig, denn es wimmelt Stand jetzt von Informationen, die noch nicht überprüft worden sind. Lassen Sie uns von Fakten ausgehen.

Aber die Atmosphäre der tiefen Spaltung in der US-amerikanischen Gesellschaft, wie auch die langjährigen Probleme des Rassismus, der legitimierten Gewalt, die sich auf den kontrolllosen Waffenumsatz zurückführen lässt – das alles provoziert immer neue Ausbrüche solcher Verbrechen, deren Formen und deren Umfang immer schrecklicher werden.

Was diese Verbindung angeht, die Sie erwähnt haben (Nazi-Symbole, „Asow“ usw.), so geht es gerade um die Ergebnisse der „Spielchen“ der US-Administration und der US-Geheimdienste mit den Neonazis in der ganzen Welt. Sie vergessen ja immer, dass sie irgendwann selbst davon getroffen werden könnten – und sie werden schon längst davon getroffen. Wenn sie nichts Schlimmes daran sehen, dass neonazistische Ideen in den von ihnen betreuten Ländern verbreitet werden, warum wundern sie sich darüber, dass auch in ihren eigenen Bundesstaaten solche Symbole aktiv eingesetzt werden? Das Problem besteht in einem anderen Moment: Das sind doch nicht nur Symbole, was viele gar nicht einsehen. Es geht um die Reinkarnation dieser Symbole – um Handlungen, die durch diese Symbole provoziert werden. Und diese Symbole erläutern das mögliche weitere Vorgehen dieser oder jener Person – das ist ein Signal, eine „Ampel“, die vor einer Gefahr warnt. Viele nehmen das als Zustimmung solchen Symbolen und solcher Handlungen auf dem Territorium der USA wahr. Und diese „Spielchen“, von denen wir reden, führen zu solchen tragischen Ergebnissen.

Frage: Warum hält Russland eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine und ihre Kooperation mit der nto für eine große Gefahr, während ein Nato-Beitritt Finnlands Sergej Lawrow zufolge keine so große Bedeutung für Russland hätte?

Antwort: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Außenminister Lawrow das so formuliert hätte, wie Sie ihn gerade zitiert haben. Ich werde dieses Zitat präzisieren.

Wir sagten häufiger, dass jede Nato-Erweiterung eine Bedeutung aus der Sicht der globalen und auch der europäischen Sicherheit hat. Darum ging es auch bei unseren Forderungen bezüglich der Sicherheitsgarantien, denn wir sahen, wie sich die Allianz erweiterte und schon unmittelbar unsere Grenzen erreichte. Sie verstehen wohl den Unterschied der Situation zwischen Finnland und der Ukraine.

Ich weiß es nicht: Vielleicht haben Sie zusätzliche Informationen, dass es beispielsweise in Finnland riesige nationalistische Bataillone gibt? Dass es in Finnland Dutzende Biolabore des Pentagons gibt, wo Experimente an gefährlichen Krankheitserregern durchgeführt werden? Haben Sie vielleicht Informationen, dass Finnland mit solchen Waffenarten „vollgepumpt“ wurde, die in die Ukraine geliefert wurden, egal ob mit oder ohne Verträge – auf ein Territorium, wo es einen innenpolitischen finnischen Konflikt gibt, von dem ich nichts weiß, aber vielleicht Sie wissen? Ich weiß nichts davon. Das ist ein ganz kurzer Kommentar zu den Unterschieden zwischen Finnland und der Ukraine der letzten zehn Jahre.

Die Situation in der Ukraine entwickelte sich sehr dramatisch, und zwar wegen einer äußerst groben Einmischung Washingtons. Zum entscheidenden Katalysator wurde der verfassungswidrige Staatsstreich. Vielleicht verfügen Sie über Informationen, dass es in Finnland einen solchen Machtsturz gab? Ich weiß nichts davon. Das ist eben der generelle Unterschied zwischen den zwei Situationen.

Die Wahl der Wege zur Förderung der nationalen Sicherheit ist das souveräne Recht jedes Landes (das ist unsere Basisposition), aber sie darf nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Staaten gefördert werden.

Wir werden Gegenmaßnahmen ergreifen müssen, und ihr Inhalt (insbesondere im militärtechnischen Sinne) wird von den Bedingungen des Nato-Beitritts Finnlands und Schwedens abhängen, insbesondere von der Stationierung von ausländischen Militärstützpunkten und offensiven Waffensystemen auf ihrem Territorium.

Was den Unterschied zwischen unseren Reaktionen auf den Nato-Beitritt Finnlands und auf die Absicht der Ukraine, Mitglied dieser Allianz zu werden, so ist er unter anderem dadurch bedingt, dass Kiew in seinen doktrinären Dokumenten die Absicht verankert hat, die Krim – das souveräne russische Territorium – zurückzuerobern (insbesondere auf dem militärischen Weg). Finnland hat seinerseits keine Ansprüche auf Russlands Territorium. Es gibt keine Dokumente, wo es verankert wäre, dass jegliche Mittel eingesetzt werden könnten, um irgendwelches russisches Territorium zurückzuerobern. Und das ist ein weiteres Argument neben den bereits angeführten.


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